GRÜN, von Anfang an

Politisches Engagement seit frühester Jugend

Geschichte und aktuelle Politik, beides ergänzt sich, und beides hat mich schon immer interessiert. Das 21-bändige geschichtliche Standardwerk „Gebhard, Handbuch der deutschen Geschichte“ habe ich als Jugendlicher ebenso mit Begeisterung gelesen wie die Tageszeitung. Mit 14 trat ich dem Bund Naturschutz bei und engagierte mich in der Jugendgruppe Werneck. Mit 18 Jahren bin ich „in die Politik“ gegangen, wurde aktives Mitglied der Grünen und war zehn Jahre im Kreisvorstand Schweinfurt / Stadt und Land tätig, davon mehrere Jahre als Kreisvorsitzender, 1990 und 1998 auch als Bundestagsdirektkandidat für den Wahlkreis Schweinfurt-Kitzingen.


Rechtliche Kenntnisse ein gutes  Werkzeug für die Politik

Mit 24 Jahren wurde ich in den Kreistag Schweinfurt gewählt und war von 1996 bis zu meinem familiär bedingten Wegzug im Jahr 2001 Fraktionssprecher. Das Atomkraftwerk Grafenrheinfeld und der Bau der A71 waren Themen, die uns Grüne in dieser Zeit besonders beschäftigten. Das Jurastudium zeigte sich schon damals als hilfreich für die politische Arbeit. Nicht nur wegen der rechtlichen Kenntnisse, sondern auch weil ich lernte einen Sachverhalt von mehreren Seiten zu beleuchten, da es oft nicht nur um richtig oder falsch geht, sondern auch um den Ausgleich von verschiedenen Interessen. 


Wer die Geschichte nicht kennt …

Ich bin in der Nähe von Werneck aufgewachsen, heute Sitz der psychiatrischen Klinik des Bezirks. Ein Krankenhaus, das schon vor dem zweiten Weltkrieg als psychiatrisches Krankenhaus diente und – wie damals üblich – auch viele Menschen mit verschiedensten Behinderungen stationär aufgenommen hatte. Nur wenige von ihnen überlebten die Gräuel des Naziregimes. Die meisten von ihnen wurden ermordet. Mir persönlich war die Erinnerung an diese Opfer ein wichtiges Anliegen. Auch da ich vermute, dass es in meiner Familie Opfer der NS-Zwangsterilisation gab. Gemeinsam mit Mitstreitern, insbesondere aus Gewerkschaften und Kirchen, haben wir diese Verbrechen und die Erinnerung an die Opfer in das öffentliche Bewusstsein zurück gebracht. Leider gibt es in den letzten Jahren wieder zunehmend  Menschen, die mit dem Gedankengut der Nazi-Zeit politische Stimmung machen. Sich politisch zu engagieren, heißt für mich auch, für unsere Demokratie einzustehen. 


Maßloser Straßenbau als neuer Impuls 

Eine Pause in der Grünen und Kommunalpolitik legte ich als junger Familienvater mit dem Umzug nach Würzburg ein. Nachdem wir als Familie im Jahre 2003 Karlstadt als neue Heimat gewählt hatten, arbeitete ich im Ortsverband der Grünen (Karlstadt) mit. Meinen eigentlichen Plan es langsam angehen zu lassen, gab ich vor dem Hintergrund der Planungen zur B26n, einer Autobahnähnlichen Bundesstraße durch die Landkreise Main-Spessart und Würzburg im Jahre 2008 wieder auf. Ich sah durch dieses Bauprojekt nicht nur die hohe Lebensqualität von Karlstadt und die einzigartige Natur bedroht, sondern ich war und bin der Meinung, dass diese Straße in Summe für die ganze Region mehr Nachteile als Vorteile bringt. Dass weiterer Straßenbau mit grundsätzlichen Aufgaben, wie Klima- und Artenschutz nicht zu vereinbaren ist, versteht sich von selbst. Ich weiß nicht, wie viel  Zeit ich in den letzten Jahren  in die Arbeit der Bürgerinitiative investiert habe, deren stellvertretender Vorsitzender ich seit 2013 bin. Der Rückhalt der Bürger und vieler Gemeinden in der Region, ein gewonnener Bürgerentscheid in Karlstadt und der stetige Zuwachs an Mitgliedskommunen bestärken mich in der Überzeugung, dass wir mit  der Kraft der besseren Argumente dieses und ähnliche Projekte verhindern werden. 

Die Entscheidung, sich für die neue Heimat Karlstadt und gegen die B26n zu engagieren, war gleichzeitig  der Weg zurück in die Kommunalpolitik. Seit 2014 bin ich Stadtrat und Fraktionsvorsitzender der Grünen, seit 2020 auch Kreisrat in Main-Spessart.


Politische Erfahrung und juristische Kompetenz – ein solides Fundament für den Bundestag

Die letzten sieben Jahre im Stadtrat Karlstadt haben meinen Horizont über unser „grünes Milieu“ hinaus erweitert. In vielen Sitzungen und Ortsterminen, Gesprächen mit Vereinsvorständen und Bürgern habe ich Einblick bekommen in das Engagement vor Ort und die Probleme und Chancen, die zwar auf den ersten Blick häufig gleich sind, sich aber doch je nach soziokulturellem Hintergrund anders darstellen. So habe ich einen guten Einblick bekommen, wie gerade Menschen, die keine Sympathisanten der „grünen Politik“ sind zu unseren Themen stehen und wie wir sie für unsere Themen gewinnen können. Denn letztlich muss es in der Kommunalpolitik wie in der Bundespolitik immer darum gehen möglichst viele Menschen mitzunehmen. Nur dann kann „grüne Politik“ erfolgreich sein.  

Meine beruflichen Kenntnissen als Rechtsanwalt, meine langjährige politische Erfahrung und das Wissen um die Menschen über unser „grünes Milieu“ hinaus, möchte ich in den Bundestag einbringen

Unter der Rubrik Ziele können Sie erfahren, welche Themen mir als Bundestagskandidat besonders wichtig sind.
Über mich und meinen Werdegang erfahren Sie mehr unter der Rubrik Persönlich.